2. Aufruf vom 1. Dezember 2007
Armut in Deutschland,
oder wenn der Job die Familie nicht mehr ernährt.
Liebe/r Künstler/in, liebe/r Mitbürger/in,
liebe/r Arbeitnehmer/in
liebe/r Schüler/in, liebe/r Lehrer/in, liebe/r Rentner/in,
liebe/r Arbeitssuchende/r, liebe/r Hartz IV-Empfänger/in,
bereits über 20.000 Menschen äußerten sich im Herbst 2007 der Regierung gegenüber mit einem persönlich geschaffenen Kunstwerk und protestierten damit gegen eine schwindende Sozialpolitik in Deutschland. Wie es scheint, möchte die Regierung die Aktion KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT verschweigen. Jetzt geht die Aktion KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT aber erst richtig los!
Zum Stichtag 1. März 2008
werden wir alle ein Bild, eine Skizze, ein Objekt, eine Fotografie, ein Gedicht, ein Buch, ein Musikstück oder ein Häkeldeckchen an die Bundeskanzlerin schicken. Ein Begleitschreiben haben wir vorbereitet, welches Sie — auch ergänzt mit eigenen, persönlichen Inhalten — der Sendung beilegen können. Ob bildender Künstler, Hobbymaler, Fotograf, Musiker, Autor, Schauspieler, Lehrer, Schüler, Schulklasse, Azubi, Student, Kind, Jugendlicher, Arbeitnehmer, Arbeitsuchender, Oma, Opa, — jeder möge sich angesprochen fühlen, sich zu folgenden Themen auszudrücken (Format und Material nach eigener Wahl): Hartz IV, Armut, nichts zu essen, daraus folgende Emotionen und die Frage "Sind wir wirklich Deutschland?"Ihr Werk und das Begleitschreiben senden Sie bitte eigenständig und auf eigene Kosten ein bis zwei Tage vor dem 1. März 2008 an:
Frau BundeskanzlerinWichtig: Bitte NUR zum genannten Termin einsenden! Wir bitten Sie, uns in den nächsten Tag mitzuteilen, ob Sie sich an dieser Aktion mit einem Werk beteiligen wollen. Dazu klicken Sie einfach den roten Button "Ja! Ich mach mit!" auf unserer Webseite oder senden Sie uns eine EMail an info@kunststimmen-gegen-armut.de. Jeder Teilnehmer bestätigt, aus privatem Grund und ohne Ansprüche zu handeln.Macht mit! Äußert Euch zur Situation in deutschen Landen. Und verteilt diesen Aufruf an Eure Freunde! Meckern war gestern, verändern ist heute!
Mit herzlichem Dank und eben solchen Grüßen,
KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT
Thomas Baier / Bettina Gladisch / Anne Radstaak / Mona Schwenker
1. Aufruf vom 1. September 2007
Armut in Deutschland,
oder wenn der Job die Familie nicht mehr ernährt.
Liebe/r Künstler/in, liebe/r Mitbürger/in, liebe/r Arbeitnehmer/in
liebe/r Schüler/in, liebe/r Lehrer/in, liebe/r Rentner/in,
liebe/r Arbeitssuchende/r, liebe/r Hartz IV-Empfänger/in,
seit längerer Zeit beschäftigt uns einige freischaffende Künstler die "neue" Armut in Deutschland. Durch eine aktuelle Diskussion unter einigen Künstlern, die zum Teil selbst betroffen sind, haben wir die Aktion "Kunststimmen gegen Armut" ins Leben gerufen. Einige Auszüge von Stimmen, die uns zu diesem Schritt veranlasst haben:
"Nein, die Politiker lachen nicht über uns, die SEHEN uns einfach nicht. Die sind in einer Luftblase, völlig abgeschottet, Elfenbeinturm, Bezug zur Basis: Null. Sie sehen schon gar nicht, dass WIR sie bezahlen und es sie ohne uns nicht gäbe."
"Hier in München gibt es zur Zeit ca. 50.000 Familien, die ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Aber man will jetzt noch zusätzliche Millionen für den Trans-Rapid locker machen, den hier fast keiner (außer die Selbstdarsteller) will."
"Ein Stellenangebot in der Süddeutschen sieht ungefähr so aus: Wir, ein Superweltweitbetrieb für Bla-Bla suchen unentgeltlich, einen/eine Praktikant/in als Bla-Bla-Manager auf Zeit. Ihr Profil: 18 - 24 Jahre, abgeschlossenes Studium, mehrjährige Berufserfahrung, gesund und nachweislich nicht zeugungsfähig."
" ...egal ob es um Hartz IV-Empfänger, "nicht arbeiten Wollende", Rentner oder Familien geht, die ihre Kinder mit einem Allein-Verdienenden kaum noch satt bekommen. Die Arbeit alleine ist aber nicht alles! Wirklich schlimm wird es erst, wenn Du Hilfe vom Amt benötigst. Da bist Du der letzte Dreck!"
"Großunternehmen entlassen 3.000 Leute und die Aktie steigt! Global Player verhalten sich wie Heuschrecken: Sie schlucken gesunde, mittelständische Unternehmen mit dem Ergebnis des Bankrotts nach einjähriger Spekulation mit der Ware "Arbeitnehmer". Qualifizierte Arbeitnehmer werden entlassen, um nach einiger Zeit dem gleichen Unternehmen als 1-Euro-Jobber zu dienen vermittelt durch die Agentur für Arbeit. Zwangsarbeit auf Lohn-Dumping-Niveau! Hallo Mittelalter!"
"Der letzte Schrei sind Schulen für "ausgemusterte" Sonderschüler mit dem Fach "Hartz IV" auf dem Lehrplan (siehe Dokumentation im WDR vom 27.08.2007). Geschichte und Grammatik sind vom Stundenplan gestrichen, dafür werden die Probleme eines Lebens mit Hartz IV erörtert z. B. im Fach Mathematik: Wie komme ich mit 345,- Euro monatlich zurecht? Wie finde ich eine billige Wohnung in der Zeitung und billige Lebensmittel im Aldi-Prospekt? Hautnahes Erleben wird durch einen vom Lehrer eingeladenen 1-Euro-Jobber ermöglicht. Die Schüler werden auf die bittere Realität vorbereitet: Arbeitslosigkeit und ein Leben mit Hartz IV. Resignation pur!"
Was tun?
1989 machten uns mutige DDR-Bürger vor, wie man mit friedlichen Mitteln sehr viel bewegen kann. "Wir sind das Volk". Dieser Ausruf hat auch unsere Politiker in höchstem Maße begeistert, wird er doch gerade von ihnen gerne zitiert. Dieser Begeisterung wollen wir Rechnung tragen. Jetzt! Mit Dir, mit Ihnen mit der Aktion KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT.
Zum Stichtag 15. November 2007
werden wir ALLE ein Bild, eine Skizze, ein Objekt, eine Fotografie, ein Gedicht, ein Buch, ein Musikstück, ein Häkeldeckchen etc. an den Deutschen Bundestag senden. Ein Begleitschreiben mit einer Forderungsliste (siehe Anlage) haben wir vorbereitet, welches Sie auch ergänzt mit eigenen, persönlichen Inhalten der Werksendung beilegen können. Ob bildender Künstler, Hobbymaler, Fotograf, Musiker, Autor, Schauspieler, Lehrer, Schüler, Schulklasse, Azubi, Student, Kind, Jugendlicher, Arbeitnehmer, Arbeitsuchender, Oma, Opa, jeder möge sich angesprochen fühlen, sich zu folgenden Themen auszudrücken (Format und Material nach eigener Wahl): Hartz IV, Armut, Nichts zu essen, daraus folgende Emotionen, sind wir Deutschland?
Ihr Werk und das Begleitschreiben senden Sie bitte eigenständig und auf eigene Kosten ein bis zwei Tage vor dem 15. November 2007 an:
Frau Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel
Platz der Republik 1
D-11011 Berlin
Wichtig: Bitte NUR zum genannten Termin einsenden! Erst der geballte, konzentrierte Kunst-Eingang wird etwas bewirken. Die Aktion wird zum Stichtag 15. November 2007 medienwirksam kommuniziert.
Wir bitten Sie, uns in den nächsten Tag per Mail mitzuteilen, ob Sie sich an dieser Aktion mit einem Werk beteiligen wollen. Im Vorfeld wollen wir heraus spüren, ob "genügend" Energie da ist. Denn nur eine gewisse Quantität an Einsendungen wird etwas bewirken. Teilnahmebestätigung bitte per Mail an: info@kunststimmen-gegen-armut.de
Achtung: Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihre Mails nicht alle oder ggfls. gar nicht persönlich beantworten können. Jeder Teilnehmer bestätigt, aus privatem Grund und ohne Ansprüche zu handeln.
Macht mit! Äußert Euch zur Situation in deutschen Landen. Und verteilt diesen Aufruf an Eure Freunde! Meckern war gestern, verändern ist heute!
Mit herzlichem Dank und eben solchen Grüßen
KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT
Thomas Baier / Bettina Gladisch / Anne Radstaak / Mona Schwenker